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Der Beruf der Medizinethiker*in ist spannend und abwechslungsreich, bringt aber auch große Herausforderungen mit sich. Die Fähigkeit zum interdisziplinären Arbeiten gilt dabei als Grundvoraussetzung. Als Medizinethiker*in wendet man die Fachkompetenzen einer geistes- oder sozialwissenschaftlichen Disziplin auf die ethischen Fragen an, die sich in der Medizin und im Gesundheitswesen ergeben. Nur wenige bringen eine Doppelqualifikation mit. Daher heißt es für die meisten Medizinethiker*innen, sich medizinische Grundkenntnisse anzueignen, die Eigenheiten der klinischen Praxis nachzuvollziehen und die komplexen Zusammenhänge des Gesundheitssystems verstehen zu können. Ein ständiger Austausch – im besten Falle eine Kooperation mit Kliniker*innen, Pflegenden und anderen Akteuren im medizinischen Bereich – ist daher unabdingbar.

 

Eine weitere Herausforderung besteht in den prekären Arbeitsverhältnissen, die der akademische Mittelbau mit sich bringt. Planstellen sind rar, und so müssen auch wir regelmäßig Fördermittel einwerben. Durch die starke Interdisziplinarität gibt es für unser Fach jedoch einige Besonderheiten in der nationalen und internationalen Förderlandschaft.

 

Das Netzwerk Junge Medizinethik bietet Nachwuchswissenschaftler*innen in der Medizinethik die Möglichkeit, sich gemeinsam fit für diese Herausforderungen zu machen. Durch periodisch stattfindende Workshops sollen Fähigkeiten geschärft und Erfahrungen ausgetauscht werden. Zudem können durch den Austausch im Rahmen des Forums Ideen entwickelt und Kooperationen angestoßen werden. Dahinter steht der Gedanke, dass wir den prekären Bedingungen und beruflichen Herausforderungen, die uns alle betreffen, am besten gemeinsam begegnen.

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